Orange Chicken

Mich hat wieder die Asia-Soulfood-Lust gepackt! Zwar ist sie ist im Vergleich zur Italien-Soulfood-Lust um einiges seltener bei mir, aber wenn sie kommt dann mit einem großen BÄNG-BÄNG und POW-POW. Dabei ist es mir meistens egal, was auf den Tisch kommt – hauptsache mit ordentlich Sojasauce und vielleicht sogar frittiert. Hört sich nicht so figurfreundlich an? Ist es auch nicht. Und deshalb müsst ihr es jetzt, sofort, AUF DER STELLE nachmachen.

Ich weiß, ihr wollt es auch!

Orange Chicken_Main

Asia ist ja aber nicht gleich Asia. Zwischen cremigen Thaicurrys, schickem Sushi und sweet-sour-Geschichten liegen ja zum Teil richtige Geschmackswelten – auch ich war mir nicht so hundert prozentig sicher, was ich mir denn so Schickes köcheln wollte. Thaicurry war fix raus – keine Soja Sauce und so. Sushi war direkt danach raus, weil nicht frittiert und so. Übrig blieb also noch die chinesische Küche – damit kann ich arbeiten. Und da ich letztens ein wirklich großes Probierpacket von Lee Kum Kee bekommen habe, war ich auch mit reichlich leckerer Soja- und Austernsauce versorgt (grundsätzlich habe ich den Spaß nämlich nie Zuhause, wenn ich ihn mal wirklich brauche…). Was ich dabei so verrückt finde: Diese Sojasauce soll wohl bis zu 6 Monaten gären bis der richtige Geschmack erreicht ist. Und Unsereins geht einfach in den Supermarkt, kauft die Flasche und leert die bei einem großen Sushi Abend einfach so in 3 Stunden. Verrückte Welt.

Orange Chicken_Frontal

Orange Chicken_Close up

Wir fassen also nochmal zusammen: Ein chinesisches (und frittiertes) Gericht, bei dem Sojasauce eine Rolle spielt und was ich optimalerweise noch nie gekocht habe. Auf Hähnchen hätte ich dazu noch richtig Bock. Uh ich weiß! Orange Chicken wie von Panda Express aus den USA. Yes, das ist mega! Allerdings darf man das wohl nur als „chinesisch inspiriert“ bezeichnen – alles andere würde ja fast schon frech sein (die RICHTIGE chinesische Küche ist nämlich Welten von diesen westlichen Inspirierten Versionen entfernt).
Orange Chicken ist bei den Amis sehr beliebt und meine Hostfamilie hat das damals gefühlt wöchentlich gegessen. Beim Orange Chicken wird Hühnchen frittiert und dann in einer eingedickten Orangen-Sojasauce mit Zutaten wie Ingwer, Knoblauch und Frühlingszwiebeln gewendet. Dazu wird klassischerweise chinesischer Klebreis gereicht.

Orange Chicken_Saucen

Ich glaube man sieht schon an den Bilder, dass das ganze wirklich sehr lecker war. Meine Asia-Soulfood-Lust wurde gestillt! Ich war im Bezug auf die verwendete Sojasauce von Lee Kum Kee allerdings etwas skeptisch, da ich normalerweise eine andere Marke verwende – von der Sojasauce hängt meiner Meinung nach viel geschmackstechnisch ab. Da ich oft auch Salatdressings mit Sojasauce verfeinere (und meine Mädels als Gäste immer etwas sensibel sind) ist es mir außerdem wichtig, dass da nicht unbedingt künstlicher Schnick-Schnack drin ist oder die Flasche vor Konservierungsstoffen nur so strotzt. Aber bei diesen Saucen war alles schick und mein Orange Chicken somit im grünen Verzehr-Bereich. Ich glaube bei der nächsten Lust nach Asiafood mache ich ne leckere Geschichte mit Austernsauce. Ja das mache ich!

 


REZEPT: Orange Chicken

Reicht für 4-5 Portionen
Dauert 1 Stunde 30 Minuten

 

Zutaten

Orangensauce:

6 EL dunkle Sojasauce z.B. von Lee Kum Kee*, 60g Zucker, 50ml Weißweinessig, Abrieb von 2 Orangen, 3 EL Orangensaft, 1 TL Speisestärke, 6 EL Wasser

Hähnchen:

500g Hähnchenbrust, 2 Eier, 100g Speisestärke, 70g Mehl, 2 EL Salz, 1 Liter Sonnenblumenöl

Gemüse:

2 EL Sesamöl, 1 EL geriebener Ingwer (frisch), 2 Knoblauchzehen, 1 Chilischote, 2 Frühlingszwiebeln, Sesam, Jasminreis

So geht’s

1. Für die Orangensauce dunkle Sojasauce, Zucker, Weißweinessig, Orangenabrieb sowie -Saft zu einer homogenen Masse verrühren und Beiseite stellen

2. Hähnchen abwaschen, trocken tupfen und in mundgroße Stücke schneiden. Eier in einer großen Schüssel verquirlen. In einer weiteren, großen Schüssel Mehl mit Speisestärke und Salz vermischen. Sonnenblumenöl in einem großen Topf heiß werden lassen, sodass dort gleich das panierte Hähnchen frittiert werden kann. Öltest: Ein Holzstäbchen in das Öl tauchen – entstehen Blasen ist das Öl heiß genug

3. Hähnchenstücke erst durch das Ei ziehen und anschließend im Mehlgemisch wenden. 2-3 Minuten im Sonnenblumenöl goldbraun ausbacken und auf Küchenpapier abtropfen lassen

4. Sesamöl in einer großen Pfanne oder Topf heiß werden lassen und sowohl geriebenen Ingwer, als auch gepresste Knoblauchzehen und entkernte und gehackte Chilischote darin andünsten. Frühlingszwiebel in Ringe schneiden und zusammen mit der am Anfang vorbereiteten Orangensauce zugeben. Herd ertwas herunterschalten, Speisestärke mit Wasser mischen und zu der Sauce geben. Kurz aufkochen lassen

5. Jasminreis kochen. Hähnchen in der Sauce wenden und zusammen mit dem Reis servieren. Nach Belieben mit Frühlingszwiebelringen, Sesam oder Orangenabrieb dekorieren

 


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Bewertung
Rezeptname
Orange Chicken
Veröffentlicht
Vorbereitungszeit
Koch-/Backzeit
Gesamtzeit
ØBewertung
4 Based on 1 Review(s)

Kommentare

  1. meint

    Ohhhh, das sieht großartig aus! So „Panda Express Copycat“-Rezepte hab ich mir tatsächlich schon bei Pinterest gepinnt, aber bisher noch nicht ausprobiert. Kenne das Original leider auch gar nicht, aber es klingt schon so lecker… werde dann mal Deine Version ausprobieren müssen, da kann ich mir sicher das Umrechnen von Cups etc. sparen 😉 Freu mich schon drauf!

    • Nora meint

      Hallo,

      also habs heute direkt nach Anleitung gekocht.
      Leider wars irgendwie nicht, wie erwartet. Die Panade war mit 2 EL Salz völlig versalzen… meintest Du eventuell 2 TL?
      2 Orangen – Abrieb war mir persönlich zuviel. Trotz vorsichtigen Abrieb schmeckten die ätherischeb Bitterstoffe der Schale sehr durch. Da hätte sicher auch eine Orange gereicht. Dies in Verbindung mit der bitter-scharfen Note des Ingwer sowie den versalzenen Nuggets war war für meine Geschmacksnerven echt zuviel. Hab es leider nicht essen können…. Ich werd es sicher nochmal kochen, aber mit wenig Salz in der Panade und kein Abrieb, sondern nur O-Saft.

      viele grüsse

      • Jazze meint

        Hey Nora! Das hört sich wirklich nach einem Desaster an – tut mir sehr leid. Ich kann ins Rezept immer nur schreiben was ich selber verwendet habe und was Salz angeht habe ich persönlich eine relativ hohe Toleranz. Hattest du die EL mit „Haufen “ gehabt? Das wäre natürlich zu viel. Ich meinte eigentlich gestrichene EL. Und das mit der Orange kann natürlich stimmen. Probiere es nächstes mal wirklich einmal nach „deinem“ Rezept aus. Sry für das misslungene Abendessen und ein schönes Wochenende dennoch.

        Lg Jasmin

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