Türkische Pide mit zweierlei Belägen

Nach lecker, fluffigen Acma oder auch Baklava ist es mal wieder Zeit für ein türkisches Rezept. Nein, ich habe mit der Türkei eigentlich nichts groß am Hut. Ich fahre da zwar mal in den Urlaub und habe auch ein paar türkische Freunde, aber rein von meinem kulturellen Hintergrund her muss ich leider zugeben, dass ich hier keine Historie vorweisen kann.

Dafür fühle ich mich besonders kulinarisch sehr mit diesem Land verbunden und liebe die türkische Art zu kochen – ja, es gibt auch Dinge neben dem Döner (der im Übrigen nicht mal aus der Türkei kommt!).

Deshalb hier ein 1A Rezept für alle, die auch so ins türkische Essen verliebt sind wie ich: Zweierlei Pide mit knusprigem Boden und leckeren Belägen.

Zu meinem Entsetzen musste ich letztens feststellen, dass ich selber zwar schon lange die Pide kenne, aber noch nie wirklich bestellt habe. Eher klaute ich mir die eine oder andere Ecke von meinen Tischnachbarn, entschied mich selber aber immer für etwas anderes. Ganz oben auf meiner Favoritenliste: Die leckere Kalbspfanne bei meinem Lieblingstürken hier in Hamburg Billstedt! Der Wahnsinn sage ich euch.

Als ich aber letztens mit ein paar ehemaligen Arbeitskollegen zum Essen verabredet war und die Location „Bona‘me“ in der Innenstadt zur Sprache kam, war ich begeistert: Hier gab es Pide im Überfluss und keine Kalbspfanne, die mich dieses Mal vom Bestellen ablenken konnte! Yes!

Bona‘me (für alle Hamburger oder die, die sich in Zukunft mal hierher verirren) ist ein ganz interessanter Laden bzw. eine Kette. Ähnlich wie z.B. bei Vapiano muss man sich sein Essen selber holen, was besonders bei großen Gruppen etwas hinderlich ist. Dafür ist das Essen fantastisch und auch die Preise sind okay. Ich hatte für meine „Koci Peynirli Rokali Pide“ Pide ca. 10 Euro bezahlt und die Manti von meiner Kollegin (schmecken ähnlich wie Maultaschen hatten wir festgestellt) waren mit knapp 12 Euro auch total im Rahmen. Eingerichtet ist das Restaurant in der City gemütlich-modern. Ich habe bei türkischer Gastronomie immer sehr gerne Wandteppiche und dunkle Farben im Kopf. Das wäre natürlich auch okay, aber ein modernes Design lädt moderne Menschen ein und so gefiel mir auch das Publikum super – bunt gemischt und von Alter bis Herkunft war alles dabei.

Mein Tipp: Wenn ihr abends dorthin essen gehen wollt, seid rechtzeitig da oder plant etwas Zeit ein. Einen Tisch bestellen geht meines Wissens nach nicht. Aber die Wartezeit lohnt sich! Versprochen.

So. Meine Pide also. Die war der Hammer und wirklich viiiel zu groß für eine Person alleine. Das habe ich schmerzlich erfahren müssen, denn was mir vorgesetzt wird, das esse ich auch auf #bauchschmerzen! Zu meiner Pide im Restaurant gab es auch noch einen Joghurt-Minz Dip, in den ich mich direkt verknallt habe – allerdings habe ich den natürlich verpennt nachzumachen. Ich Fuchs…

Ich hoffe, dass ich bei meiner Interpretation der türkischen Pide nicht komplett daneben liege, aber mir schmeckt es sehr. Ich glaube, das ist im ersten Schritt der wichtigste Faktor. Probiert es einfach mal aus und sollte es ein paar Pide Profis da draußen geben, gebt mir gerne noch ein paar Tipps, um diese Version hier noch zu optimieren. Ich lerne gerne dazu 🙂

 


ZWEIERLEI TÜRKISCHE PIDE

6 Portionen | 1 Std 30 Min


ZUTATEN
Teig
  • 200ml Wasser
  • 20g frische Hefe
  • Prise Zucker
  • 450g Mehl
  • 1TL Salz
  • 2EL griechischer Joghurt
  • 2EL Sonnenblumenöl
  • 1 Eigelb
  • 3TL Schwarzkümmel
Sauce
  • 100ml passierte Tomaten
  • 1TL Zucker
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz
  • Pfeffer
Belag
  • 200g Mozzarella gerieben
  • 50g Rucola
  • 125g Ziegenfrischkäse
  • 1 rote Paprika
  • 1/2 rote Zwiebel
  • 125g Türkische Wurst Sucuk
SO GEHT’S
  1. Ofen auf 50°C Ober-/Unterhitze vorwärmen
  2. Für den Teig Hefe und Zucker in lauwarmes Wasser einrühren und 5 Minuten stehen lassen. Mehl mit Salz verrühren, Hefegemisch zugeben und alles zusammen mit griechischem Joghurt und Sonnenblumenöl zu einem homogenen Teig verkneten. Abgedeckt ca. 1 Stunde im warmen Ofen aufgehen lassen
  3. Sobald der Teig geruht hat, diesen mit eingefetteten Händen in 6 gleich große Kugeln Formen und diese auf einer bemehlten Fläche zu ovalen Fladen ausrollen. Anschließend die Seiten dünn einklappen, fest drücken, mit verquirltem Eigelb bestreichen und mit Schwarzkümmel bestreuen
  4. Ofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen
  5. Für die Sauce passierte Tomaten, Zucker, Salz, Pfeffer und die gepresste Knoblauchzehe verrühren und dünn auf die Mitte der Pide Fladen verstreichen. Anschließend mit geriebenen Mozzarella bestreuen
  6. Für die Sucuk Variante die türkische Wurst in dünne Scheiben schneiden, Paprika waschen, entkernen und ebenfalls in dünne Streifen schneiden. Zwiebel von Haut befreien und in Ringe schneiden. Alles großzügig auf den Fladen verteilen und ca. 20 – 25 Minuten goldbraun backen
  7. Für die Ziegenkäse Variante die vorbereiteten Fladen für 20 – 25 Minuten backen und erst anschließend und mit gewaschenem Rucola und Ziegenfrischkäse garnieren
  8. Pide Schiffchen in Stückchen schneiden und noch warm alleine oder mit lieben Menschen genießen

REZEPT DRUCKEN: ZWEIERLEI TÜRKISCHE PIDE

 

Bewertung
recipe image
Rezeptname
Zweierlei Türkische Pide
Veröffentlicht
Gesamtzeit

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.