Pflaumencrumble mit Vanillesahne

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Keine Ahnung, wann das passiert ist, aber irgendwie hat der Herbst bereits Einzug bei uns gehalten – eben bin ich noch im langen Sommerkleid über die Großstadtwiesen gelaufen, nun kämpfe ich mich mit braunem Trenchcoat durch das Hamburger Schietwetter. Wie passend also, dass wir uns für die diesmonatige Food Challenge auf ein (meiner Meinung nach) wirklich herbstliches Steinobst einigen konnten: Die Pflaume.

Und wie es immer so ist: Auch mit Pflaumen habe ich noch nie irgendwas gebacken oder gekocht. Ich weiß auch gar nicht, wie eine Obstbanausin wie ich überhaupt darauf kommen konnte, kochen/backen zu ihrem Hobby zu machen – aber irgendwie klappt es ja. Ich nähere mich langsam an die Vitamine an. In diesem Falle mit Zimt, Zucker, Vanille und Haferflockenstreuseln.

FoodChallenge_Pflaumen

Und da Pflaumen anscheinend so unheimlich vielseitig einzusetzen sind, haben die anderen drei Mädels aus der Runde ebenfalls etwas mit dem kleinen Steinobst gezaubert. Anders, als in manch anderer Food Challenge, sind wir vier aber alle verschiedene Rezept-Wege gegangen – da weiß man gar nicht, was man als erstes anstarren soll. Den Wrap, die Mousee oder doch die Klöße? Aber schaut am Besten einfach selber mal bei den drei Bloggerdamen vorbei:

„Hähnchen-Pflaumen-Wrap mit Bacon und Honig-Senf-Soße“ von Maria
(Ich bin dann mal kurz in der Küche) –> KLICK

„Pflaumenklöße“ von Maike
(The Culinary Trial) –>KLICK

 „Weiße Schoko-Zimt-Mousse mit Rosmarin-Pflaumen und Pflaumen-Krokant-Segel“ von Liv
(Thank you for eating) –> KLICK

 Meine Version:

Pflaumencrumble mit Vanillesahne

PflaumenCrumble_Offen

Um übrigens noch einmal darauf zurück zu kommen, weshalb ich noch nie etwas mit Pflaumen gebacken/gekocht habe: Es war (wie so oft) ein Kindheitstrauma. Ja richtig gehört. Und ein Wurm spielte auch eine Rolle.

Aber alles von vorne: Mein Opa und meine Oma hatten einen Schrebergarten. Einen wirklich schicken, in dem wir Ostern, Einschulungen, Geburtstage und Familienfeste gefeiert haben. Ganz vorne am Zaun hatte Opa seine Beete mit Kartoffeln, Erdbeeren, Möhren und was weiß ich nicht alles. Direkt dahinter folgte eine große Grünfläche mit Schaukel und (ACHTUNG!) Pflaumenbaum. Und hinter der Grünfläche stand dann das durch eine große Hecke versteckte Schreberhäuschen. Ich war in meiner Kindheit oft da und ich denke wirklich noch unheimlich gerne an die Zeit zurück, in der ich noch im Sommer über den Rasenspringer „Pferd Fury“ spielen konnte, ohne dass man mich für einen kompletten Horst hielt. Eine herrliche Zeit!

PflaumenCrumble_Roh

PflaumenCrumble_Pflaume Split

Pferd Fury und Möhren aber nun Beiseite. DER PFLAUMENBAUM! Das ist der Übeltäter in dieser Geschichte. Ich weiß gar nicht wie alt ich war, aber ich weiß noch, dass es vergleichsweise warm war und ich „oben ohne“ (huiuiui) unter diesem Bäumchen saß und mir ein paar von den heruntergefallenen Pflaumen eingesammelt hatte. Wie Kinder so sind (und wie ich heute bei vielen Essbaren Dingen immer noch bin) wird nicht lang überlegt, sondern direkt hineingebissen.

Würde ich euch diese Geschichte in Person erzählen, würde jetzt eine längere, dramaturgische Pause folgen. Da ich mich aber hier mit ein paar Buchstaben ausdrücken muss, überspringe ich diese Pause jetzt einfach und sage es direkt heraus: Ich machte Bekanntschaft mit einem Wurm. In MEINER Pflaume.

PflaumenCrumble_Fertig Split

PflaumenCrumble_Main

PflaumenCrumble_Haferflocken Split2

Mit einem GANZEN Wurm sollte ich wohl dazu sagen. Denn während ich mit einem Erwachsenengebiss wahrscheinlich nicht solches Glück gehabt hätte, haben meine Kinderzähnchen nur ein kleines Stückchen von der Pflaume genascht, sodass ich sozusagen direkt Herrn Wurm in seinem gebauten Pflaumenwohnzimmer beobachten konnte. Was folgte war ein großer Aufschrei, Geheule und die 20 Jährige Abstinenz von jeglichen Pflaumen. Bis eben heute.

Und so war die diesmalige Food Challenge auch ein Kampf gegen mein kleines Kindheitstrauma. Gott sei Dank, denn nun weiß ich, wie viel ich die zwei Jahrzehnte verpasst hab und werde sicherlich regelmäßig das Steinobst in meine Küchenkünste integrieren – natürlich aber erst nach ausreichender Wurm-Kontrolle 😉

PflaumenCrumble_Teller

 

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REZEPT: Pflaumencrumble mit Vanillesahne

Reicht für 4 Persönchen
Dauert 40 Minuten {Vorbereitungszeit: 10 Minuten}

 

Zutaten

Pflaumen:

500g Pflaumen, 1 Apfel, 2 TL Zimt, 1 Vanilleschote, 3 EL brauner Zucker, 4 EL Wasser

Streusel:

50g kernige Haferflocken, 50g Mehl, 50g brauner Zucker, 2 TL Zimt, 50g Butter, Prise Salz

Sahne:

200ml Sahne, 1/2 Vanilleschote, 3 TL Zucker

So geht’s

1. Ofen auf 200°C vorheizen

2. Für die fruchtige Pflaumenmischung, Pflaumen waschen, entkernen und vierteln. Anschließend den Apfel ebenfalls waschen, entkernen und in kleine Stücke schneiden

3. Pflaumen und Apfelstücke zusammen mit Zimt, Vanillemark, braunem Zucker und Wasser für 10 Minuten in einem kleinen Topf köcheln lassen

4. Für die Streusel die kernigen Haferflocken mit Mehl, braunem Zucker, Zimt, geschmolzener Butter und einer prise Salz mischen

5. Die heiße Pflaumenmischung entweder in eine große Pfanne oder eine Auflaufform geben und großzügig mit den Streuseln bedecken

6. Pflaumencrumble für 20 Minuten im Ofen backen

7. Für die Vanillesahne die Sahne mit dem Vanillemark und dem Zucker halbfest schlagen

8. Den warmen Pflaumencrumble in einer Schüssel oder einem tiefen Teller zusammen mit einem Klacks Vanillesahne servieren

 

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Bewertung
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Rezeptname
Pflaumencrumble mit Vanillesahne
Veröffentlicht
Vorbereitungszeit
Koch-/Backzeit
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Comments

  1. says

    Ach herrlich, wie du diese Geschichte erzählt hast… So hast du mich auch bei noch so grauem Wetter zum lächeln gebracht. Und dein Crumble liest sich auch ganz lecker.

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