Dreierlei Baklava

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Bevor ich nächste Woche in meinen geliebten Ostermarathon einsteige, gibt’s für euch vorher noch ein wirklich leckeres Rezept für Baklava. Da ich mich allerdings nicht zwischen den einzelnen Füllungen entscheiden konnte, habe ich einfach mal alle drei gemacht – es stehen Wallnuss, Pistazie und Mohn auf dem Programm. Letzteres hatte ich übrigens ganz spontan ins Rezept geschmuggelt. Mohn im Baklava ist zwar nicht wirklich üblich, dafür aber umso leckerer und falls ihr den Spaß hier nachmachen möchtet, würde ich auch alle drei Füllungen empfehlen 🙂

Baklava_Main

Baklava kannte ich vom Hören-Sagen schon etwas länger, aber probiert habe ich das süße Zeug das erste Mal vor ca. 2 Jahren. Meine Reaktion: BOAH ist das süß! Da fallen einem ja direkt alle Zähne aus!

Naja. Vielleicht nicht ganz so übertrieben – meine Zähne habe ich zumindest alle noch und tatsächlich schleicht sich manchmal die tiefe Lust auf süßes Pistazien-Baklava in meinen Kopf. Aber wie macht man das eigentlich selbst und wieso ist das bitte so süß? Was is’n da bloß alles drin? Eine kleine (Video-)Recherche beantwortete mir alle Fragen und die Idee, eigenes Baklava zu machen, war geboren.

Baklava_Pistazien

Baklava_Split Herstellung

Baklava_Nüsse Closeup

Zu allererst einmal die zwei wichtigsten Zutaten: Butterschmalz und Zucker. Viel Zucker. PÄNG – Überraschung. Weiter hinten auf der Zutatenliste stehen wohl auch noch das ein oder andere Gramm Pistazien/Walnüsse und natürlich der Baklavateig selbst. Zwar kann man auch selber Teig herstellen, den man dann mit speziellen Holzstäben ausrollen und nach gefühlten Stunden verarbeiten kann, aber sorry. Nein. Nicht mit mir. Ich mache gerne meinen Hefeteig selber, aber bei Blätterteig oder gar Baklava/Filoteig ist meine Ungeduld der klare Sieger im Kampf „Kaufen vs. Selber machen“.

Baklava_Stücke ganz Backform

Baklava_Stück Einzelnd

Baklava_Tisch gedeckt

Das Zusammensetzen vom Baklava war dagegen super einfach. Man stapelt einfach abwechselnd Butterschmalz und die einzelnen Schichten vom Baklavateig übereinander, schiebt in der Mitte eine dicke Schicht der Füllung ein und macht weiter mit dem abwechselnden Schichten. Das ganze fühlte sich nach der 20. Schicht ein bisschen wie Meditationstherapie an, aber hey! Was macht man nicht alles für selbstgemachte Leckereien.

Für alle die sich mal an selbstgemachtem Baklava versuchen möchten ein paar Tipps von mir: Nehmt keine Butter, sondern die türkische Version „Ghee“ oder Butterschmalz – mit klassischer Butter schmeckt das Baklava eher wie ein Krapfen aus der Bäckerei statt nach dem süßen Zeug aus dem Orient. Zudem könnt ihr den Anteil vom Zucker im Sirup variieren – ich habe z.B. nur die Hälfte der üblichen Menge genutzt und bekam leckere aber nicht zu süße Baklava heraus. Letzter Tipp: Pistazien. Es gab in ganz Hamburg keine bereits geschälten Pistazien, also musste ich mir 100g Piztazien „erknacken“ und meine Finger hatten danach blaue Flecke. Wenn möglich nehmt lieber Wallnüsse. Das geht einfacher und geschmacklich habe ich kaum einen Unterschied bemerkt.

Baklava_Schnitt Birdview

 


Dreierlei Baklava

35-40 Stück | 1 Std 30 Min


ZUTATEN

Teig:

1 Pkg. fertiger Baklava-/Filoteig (ca. 450-500g), 200g Ghee oder Butterschmalz

Füllungen:

40g Mohn, 70g Walnüsse, 70g Pistazien

Zuckersirup:

250ml Wasser, 300g Zucker, Spritzer Zitronensaft

 

SO GEHT´S

1. Ofen auf 180°C vorheizen

2. Eine eckige Auflaufform oder Backform wählen (ich habe letzteres mit den Maßen 22cm x 22cm genutzt). Baklavateig aus dem Einpackpapier rollen und gewählte Form auf Baklavablätter setzen – mit einem scharfen Messer zurecht schneiden, sodass alle Baklavablätter direkt die richtige Größe haben. Butterschmalz in einem kleinen Topf schmelzen lassen und die Backform damit dünn einstreichen. Nun kann gestapelt werden: Jeweils 2 zugeschnittene Blätter des Teiges in die Form legen und großzügig mit Butterschmalz bestreichen, anschließend wieder zwei Blätter nehmen und das Butterschmalz folgen lassen

3. Wenn ca. die Hälfte der Blätter verbraucht ist, die Füllungen darauf geben. Pistazien dafür knacken und in einer Küchenmaschine oder mit einem Pürrierstab klein hacken. Gleiches gilt für die Walnüsse – ebenfalls klein hacken. Mohn dagegen hat bereits die richtige Größe und kann somit direkt auf den Teig gegeben werden. Das Rezept und die Grammzahlen sind so ausgerechnet, dass auch alle drei Komponenten im Baklava verarbeitet werden. Wenn nur eine Sorte (Pistazie, Walnüsse, Mohn) genutzt werden soll, bitte die angegebene Grammzahl mit 3 multiplizieren. Achtung: Für die Deko am Ende ca. 2 EL von jeder Füllung abheben und Beiseite stellen

4. Nachdem die Füllungen auf den Teig gegeben wurden, geht das Schichten weiter, bis alle Blätter verbraucht sind. Sollte noch Butterschmalz übrig geblieben sein, dieses bitte komplett verbrauchen und zur Not auf den Teig geben

5. Nun kann das Baklava nach Belieben vorgeschnitten werden. Ich habe in diesem Beispiel kleine Rauten zugeschnitten, aber auch klassiche Quadrate sind sehr schick und handlich. Das Zuschneiden an dieser Stelle ist wichtig, damit der Zuckersirup nach dem Backen gut in das Gebäck eindringen kann

6. Jetzt wird gebacken: Baklava bei 180°C für ca. 40-45 Minuten im Ofen goldbraun werden lassen

7. Sobald die Backzeit fast vorüber ist, den Zuckersirup herstellen. Hierfür Zucker, Wasser und Zitronensaft in einem Topf mischen und bei mittlerer Hitze heiß werden lassen. Dabei immer wieder umrühren, sodass sich der Zucker auflöst. Anschließend das Baklava aus dem Ofen nehmen und den heißen Sirup auf das noch heiße Baklava gießen

8. Anschließend die jeweiligen Stücke mit entweder Mohn, Pistazie oder Walnüssen verzieren. Vollständig abkühlen lassen und anschließend genießen

 

MEIN TIPP:

Auch wenn es verlockend ist: Bitte keine Butter statt Butterschmalz für dieses Rezept benutzen, da der Geschmack am Ende dann eher dem eines Krapfen statt Baklava gleicht.

 


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